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	<title>kleinefragen &#187; Mediales</title>
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	<description>meine Fragen an die Welt.</description>
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		<title>Tom Westerholt zum Abschied von GIGA: &#8220;eine undurchschaubare, planlose und unorganisierte Sendung&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 21:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
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		<category><![CDATA[GIGA Games]]></category>
		<category><![CDATA[Premiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Westerholt]]></category>

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		<description><![CDATA[Tom Westerholt war ein GIGA-Mann der ersten Stunde. 199 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.einslive.de/team/reporter/westerholt_tom.jsp" target="_blank">Tom Westerholt</a> war ein GIGA-Mann der ersten Stunde. 1998 war er Teil des Gründungsteams, Ende 2002 verließ er den Sender und arbeitet jetzt von Berlin aus unter anderem für <a href="http://www.1live.de" target="_self">1LIVE</a>.</p>
<p>Für morgen ist das Ende von <a href="http://www.giga.de">GIGA</a> angekündigt. <a href="http://www.giga.de/blog/90/" target="_blank">Premiere zieht den Stecker</a> und Tom erinnert sich mit ein paar kleinenfragen&#8230;</p>
<p><strong>1. Wie hast du vom Ende von Giga erfahren?</strong></p>
<blockquote><p>Durch Zufall aus dem Internet, dann direkt über die GIGA.de Startseite</p></blockquote>
<p><strong>2. Kam das Ende für dich überraschend?</strong></p>
<blockquote><p>Leider nein, der Sender hatte ja spätestens schon seit der Übernahme durch &#8220;DasVierte&#8221; arge Probleme mit Selbstdarstellung und Finanzierung und war nicht mehr das GIGA, mit dem ich 1998 angefangen hatte. Es sind zu wenig gute Ideen investiert worden, das hat sich am Ende gerächt.</p></blockquote>
<p><strong>3. Das Konzept von GIGA wurde ständig verändert. Welche Phase hat dir besonders gefallen?</strong></p>
<blockquote><p>Mir hat am besten die Phase von 1999 bis 2002 gefallen. Da hatten wir nach ein paar Monaten Rumprobieren seit Beginn der Sendung viel dazu gelernt, es kam das phantastische GIGA GAMES hinzu, das war eine sehr innovative Phase. Ich bin fest davon überzeugt, dass GIGA auch heute noch funktionieren würde, wenn man eben gerade das Konzept nicht dauernd über den Haufen geworfen hätte. Eine stete Weiterentwicklung hätte vollkommen ausgereicht.</p></blockquote>
<p><strong>4. Was hat GIGA deiner Meinung nach im Internet und im Fernsehen bewegt?</strong></p>
<blockquote><p>Es war die erste, richtig große Community im Deutschen Fernsehen und im deutschen Internet. Das war schon massiv, was wir damals mit einer Handvoll Leute auf die Beine gestellt haben. Über 1 Million Community-Mitglieder über die Zeit ist schon eine Hausnummer. Ich denke wir waren die ersten, die das Internet in der Form ins Fernsehen gebracht und wirklich publik gemacht haben. Lange bevor es Sendungen wie &#8220;WWW&#8221;, &#8220;Darüber lacht die Welt&#8221;, &#8220;Das Fundstück der Woche&#8221; und andere Programmelemente gab.</p></blockquote>
<p><strong>5. Wie ist der Konakt zu den ehemaligen Kollegen?</strong></p>
<blockquote><p>Unregelmäßig, das ist aber nicht schlimm. Ich bin mit keinem meiner ehemaligen Kollegen im Streit auseinander gegangen, war aber auch nur wenigen Kollegen wirklich befreundet. Wenn man sich fünf Tage die Woche acht Stunden pro Tag in einem Studio auf der Pelle sitzt, muss man nicht auch noch die Freizeit miteinander verbringen. Mit Gregor (Teicher) hab ich noch regelmäßigen Kontakt, mit Miriam (Pielhau) hin und wieder.</p></blockquote>
<p><strong>6. Was geht mit GIGA verloren?</strong></p>
<blockquote><p>Heute eine zuletzt für mich völlig undurchschaubare, planlose und unorganisierte Sendung, die kein erkennbares Konzept mehr hatte. Grundsätzlich: eine ehemals sehr gute Idee.</p></blockquote>
<p><strong>7. GIGA war in letzter Zeit komplett zum E-Sports/Spiele-Sender mutiert. Wie könnte Gaming-TV zukünftig im deutschen Fernsehen aussehen?</strong></p>
<blockquote><p>Wenn sich ein Sender findet, der sich daran traut, sehr vielseitig. E-Sports gewinnt mehr und mehr Fans. Man könnte also tagsüber in erster Linie das machen, was wir damals auch schon gemacht haben, nämlich neue Spiele und neue Games-Hardware rezensieren und für die Leute einordnen. Exklusive Spielausschnitte zeigen die noch keiner kennt, neue Spiele vorstellen. So, wie es die Musiksender mit der Musik machen. Abends, speziell am Wochenende, könnte man dann die großen Turniere live übertragen, das macht sonst keiner (im Web ja, aber nicht im Fernsehen). So moderiert, wie wir es vom Fußball kennen, mit Moderator, Reportern, Kommentatoren.</p></blockquote>
<p>Es dankt, wie immer, tausendfach: ich.</p>
<p>Es gibt noch <a href="http://giga-ard.blogspot.com/" target="_blank">eine kleine Aktion</a>, die versucht GIGA in den KiKa zu holen.</p>
<p>Und dann gibt es noch die<a href="http://www.giga4.net/" target="_blank"> GIGA-History-Seite mit Wiki</a>. Und die <a href="http://www.giga.de" target="_blank">GIGA</a>-Community bleibt online. Ich hatte damit nie etwas am Hut, fand es immer nett zu sehen &#8211; als es grün im Fernsehen war und junge Menschen Spaß hatten anderen jungen Menschen Sachen aus dem Internet vorzulesen und gegeneinander zu spielen.</p>
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		<item>
		<title>TV-Held Pierre M. Krause: &#8220;Die ARD fördert keine Talente.&#8221;</title>
		<link>http://www.kleinefragen.de/2009/01/29/tv-held-pierre-m-krause-die-ard-fordert-keine-talente/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 22:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[pierre m. krause]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
		<category><![CDATA[TV Helden]]></category>

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		<description><![CDATA[RTL hat tatsächlich eine wahnsinnig gute Comedy-Sendun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RTL hat tatsächlich eine wahnsinnig gute Comedy-Sendung im Programm: &#8220;TV Helden&#8221; läuft noch einmal diesen Samstag irgendwann sehr spät und es muss geschaut werden. Selten war ich so von einer ersten Sendung überzeugt. Hier ein Ausschnitt:</p>
<p><object width="464" height="380" data="http://www.clipfish.de/videoplayer.swf?as=0&amp;videoid=MTcxMjgzNXwyOTA5OTg1&amp;r=1&amp;c=CCCCCC" type="application/x-shockwave-flash"><param name="id" value="player" /><param name="align" value="middle" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#CCCCCC" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.clipfish.de/videoplayer.swf?as=0&amp;videoid=MTcxMjgzNXwyOTA5OTg1&amp;r=1&amp;c=CCCCCC" /><param name="name" value="player" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Irre! Der links heißt Jan Böhmermann und macht Dinge beim WDR und der rechts heißt Pierre M. Krause ist ein alter Weggefährte aus SWR-Zeiten und unglaublich lustig, talentiert und unterrepräsentiert im deutschen Fernsehen.</p>
<p>Zeit für kleinefragen an ihn und zur Sendung, die sehr ehrlich beantwortet werden.</p>
<p>Es danke, wie immer, tausendfach: ich. <strong>Bitte Samstag RTL einschalten.</strong></p>
<p><strong>1. Der Weg bis zur Show war lang und hart. Warum hat es so lange<br />
gedauert, bis die erste Folge auf Sendung ging?</strong></p>
<blockquote><p>Der Sender hat sich Zeit gelassen und den richtigen Augenblick abgewartet. So will ich es mir zumindest vorstellen. Den Piloten zu den Helden haben wir jedenfalls schon vor weit über einem Jahr abgedreht. Dann war es lange still. Und dann mussten plötzlich zwei neue Folgen her und wir drehten im Akkord. Die Sendung wird übrigens von Friedrich Küppersbuschs Produktionsfirma &#8220;Probono&#8221; produziert. Thomas Pommer (ehmemals NDR &#8220;extra3&#8243;) leitete das Projekt. Für mich einer der ausschlaggebenden Gründe, das zu machen. Gute Leute!</p></blockquote>
<p><strong>2. Was für eine Quote will denn Anke S. sehen, damit die Show weitergeht?</strong></p>
<blockquote><p>Das weiß ich nicht und es interessiert mich auch nicht. Die Quote der ersten Sendung (1,92 Mio. Zuschauer) war gut. Allerdings dann noch nicht so gut. Also eher schlecht, wenn man bedenkt, dass das Finale des Dschungelcamps davor 4,6 Mio. Zuschauer an die Empfangsgeräte bannte.<strong> Ich denke, es wird bei diesen beiden Folgen bleiben, wenn die zweite Ausgabe nicht einen Quotenhype erlebt. Wir sind hier eben bei RTL.</strong> Und ich verstehe das sogar. Umso mehr weiß ich, was ich am Öffentlich-Rechtlichen habe, wo ich ja noch wöchentlich <a href="http://www.swr3.de/fun/tv/" target="_blank">meine Lateshow beim SWR</a> mache. Mit wesentlich weniger Zuschauern, aber dafür wesentlich mehr Entwicklungsfähigkeit.</p></blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>3. Die erste Folge &#8220;TV Helden&#8221; war unglaublich gut. Was hatte am<br />
meisten Überwindung gekostet?</strong></div>
<blockquote>
<div class="Ih2E3d">Die Zuschauer nicht mit &#8220;Liebe Gebührenzahler&#8221; zu begrüßen. Und die Lügen. Man schlüpft als Held ja in verschiedene Rollen, um etwa einem Bahnsprecher glauben zu machen, der richtige Interviewer kommt gleich. Den dann so lange hinzuhalten &#8211; ohne sich zu verraten &#8211; das ist nicht so einfach. <strong>Aber es lohnt sich &#8211; die &#8220;Opfer&#8221; haben es ja meist verdient.</strong></div>
</blockquote>
<p>verschluckt.</p>
<div class="Ih2E3d"><strong>5. Viel wichtiger: was würdest du gerne in der dritten Folge machen?</strong></div>
<blockquote>
<div class="Ih2E3d">Einen Verkehrspolizisten im Diminutiv redend davon überzeugen&#8230; Ich mache mir darüber erst Gedanken, wenn es eine dritte Folge geben sollte.</div>
</blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>6. Angenommen ihr werdet erfolgreich und berühmt. Also so richtig. Dann funktionieren so Sachen, wie der 1. türkische Karnevals-Verein doch gar nicht mehr. Das wäre doch blöd, oder?</strong></div>
<blockquote>
<div class="Ih2E3d">Das Problem hatte ich schon bei den Drehs zu den beiden Folgen jetzt. Ich bin zwar alles andere als berühmt, aber 6 Jahre regelmäßige Fernsehpräsenz (selbst beim SWR) hinterlässt eben doch Spuren. Das gehört zu diesem Helden-Format auch dazu: Das Scheitern. <strong>Ein paar Drehs klappten tatsächlich nicht, weil man mich erkannte.</strong> Sollten wir dann richtig berühmt sein (Hahahahahahaaaa!) &#8211; also sollten wir dann richtig berühmt (Muhhahahahahaahahahahaaa!!!) &#8211; Verzeihung. Also&#8230; ach, was weiß denn ich?! Ja, ganz klar: Diese Sendung mit uns als Protagonisten ist zeitlich beschränkt &#8211; irgendwann geht es eben nicht mehr. Oder wir drehen im Ausland.</div>
</blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>7. Wer hat es zur Zeit verdient verarscht zu werden?</strong></div>
<blockquote><p>Dr. Oetker.</p></blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>8. Was soll denn mal Herr Schmidt machen, wenn Pocher endlich wieder weg ist?</strong></div>
<blockquote><p>Zunächst überlegen, ob er denn überhaupt noch Lust hat, etwas zu machen. Derzeit macht er den gegenteiligen Eindruck.<strong> Schmidt ist ohne Pocher besser &#8211; keine Frage. </strong>Und das geht überhaupt nicht gegen Pocher. Der hat ja auch seine Qualitäten. Aber gegenüber Harald Schmidt wirkt er nun mal klein und dümmlich. Wie so viele gegenüber Schmidt klein und dümmlich wirken würden. Schmidt soll Latenight machen. So lange er nicht gegen mich sendet.</p></blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>9. Ernste Frage: könntest du dir TV Helden auch in der ARD vorstellen?</strong></p>
<blockquote><p>Ernste Antwort: <strong>Ich bin der festen Überzeugung, dieses Format ist eigentlich ein öffentlich-rechtliches Format.</strong> Es ist Satire. Satire sollte alles dürfen und frei von wirtschaftlichen Interessen eventueller Werbepartner sein. So etwas kann nur beim öffentlich-Rechtlichen gewährleistet werden. <strong>Leider kann es so etwas aber bei der ARD nicht geben, weil die zu sehr mit Selbstverwaltung beschäftigt ist.</strong> Die ARD fördert leider keine Talente und schon gar keine aus dem eigenen Hause. Und es wird nicht gehen, weil Florian Silbereisen kein Held ist. Da ist RTL eben näher am Zeitgeist, schneller und wesentlich moderner. Von der prinzipiellen Überzeugung bin ich allerdings ein Fan des Öffentlich-Rechtlichen und würde mir wünschen, dass sich in der ARD irgendwann irgendetwas bewegt. Das ist naiv, ich weiß&#8230;</p></blockquote>
<p>Schlussendlich ein sensationelles Video aus PMKs Latenight-Show im SWR Fernsehen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Jc98UMLDrB4"><img src="http://img.youtube.com/vi/Jc98UMLDrB4/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		</item>
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		<title>Nadine Lantzsch von Zoomer.de: &#8220;Wenn die Leser kleben bleiben, dann wollen sie die Meinung des Bloggers.&#8221;</title>
		<link>http://www.kleinefragen.de/2008/02/29/nadine-lantzsch-von-zoomerde-wenn-die-leser-kleben-bleiben-dann-wollen-sie-die-meinung-des-bloggers/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 18:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Post unter diesem (siehe unten, bei Bedarf) schwelg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Post unter diesem (siehe unten, bei Bedarf) schwelge ich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen nach einem Sinn des Livebloggens von TV-Sendungen.</strong> Persönlich verstehe ich dieses Konzept überhaupt nicht und war umso überraschter, dass ein junges, modernes, sehr neues Newsportal, wie Zoomer.de gleich mal das Uri Geller Finale mitbloggte.</p>
<p><strong>Nadine Lantzsch</strong>, Volontärin bei Zoomer.de und Tagesspiegel.de (die gehören zusammen, dahinter steckt Holtzbrinck &#8211; wer mehr dazu lesen will, googlet), hat die Sendung auf zoomer.de wirklich unterhaltsam &#8211; und zeitgleich wenig begeistert &#8211; mitgeschrieben (<a href="http://www.zoomer.de/news/topthema/vincent-gewinnt/vincent-raven-gewinnt-finale/artikel/zoomer-de-bloggt-das-finale" target="_blank">das findet sich hier</a>).</p>
<p align="center">deshalb heute: kleinefragen an Nadine Lantzsch</p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/nlantzsch.jpg" alt="nlantzsch.jpg" height="192" width="289" /></p>
<p><strong>1. Warum bloggt man eine TV Sendung mit, die jeder im Fernsehen anschauen kann? Ich verstehe es bei Sport-Events, Bundestagsdebatten. Aber TV Sendungen? Wieso trifft man sich nicht einfach in einem Chat?</strong></p>
<blockquote><p>Da ich auch privat blogge, ist für mich das Konzept des Livebloggens sehr schlüssig &#8211; Spaß. An allererster Stelle. Für den Blogger und den Leser. Dabei geht es nicht unbedingt darum, die Sendung nachzuerzählen, denn die kann ja jeder einschalten, wenn er mag, da geb ich dir Recht. Wenn die Leser kleben bleiben, dann wollen sie die Meinung des Bloggers. <strong>Sie wollen unterhalten werden, sie wollen lachen, sie wollen</strong><span id="more-73"></span> <strong>lesen &#8220;Ha, da findet jemand die Sendung im Fernsehen genauso dämlich/gut/whatever wie ich.</strong> Und das bringt er auch noch so rüber, dass ich mich teilweise besser unterhalten fühle, als nur die Sendung zu schauen.&#8221; <strong>Ein Fußballspiel ohne Kommentator wäre doch auch halb so spannend, oder?</strong> Zweiter Vorteil: Man steht mit dem Leser auf einer Stufe. <strong>Hierarchieverhalten haben wir im Journalismus schließlich oft genug.</strong> An geeigneten Stellen kann man das ruhig mal aufbrechen. Und da ist es meines Erachtens egal, was es für eine TV-Sendung ist. Stefan Niggemeier macht das u.a. beim Eurovision Song Contest. Die Sendung selbst würde ich mir niemals ansehen. Sein Blog dagegen schon. Und sogar überlegen, ob ich den Fernseher gar nicht erst einschalte <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p><strong>2. Wurdest du gezwungen Uri Geller zu bloggen? Du scheinst nichts von Sendung, Konzept und Inhalt zu halten?</strong></p>
<blockquote><p>Da muss ich echt lachen. <strong>Gezwungen wird bei uns niemand zu irgendetwas.</strong> Im Gegenteil, die Idee kam von uns Redakteuren selbst. Wir entschieden am Nachmittag das Thema zu bearbeiten. Klar war dann natürlich, dass ich die Sendung schaue und darüber schreibe. Nur &#8220;darüber schreiben&#8221; machen eben auch alle anderen. Warum nicht einfach mal die Sendung für die Leser greifbar und erfahrbar machen? Warum so tun, als würde man Uri Geller differenzierter betrachten als der User? Dass man vom Konzept dieser Sendung und den Akteuren nichts zu halten hat, darin sind sich Medienlandschaft und Zuschauer doch schon seit mehreren Wochen einig <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <strong>Insofern machte es mir noch mehr Spaß, die Sendung fast drei Stunden lang durch den Kakao zu ziehen.</strong></p></blockquote>
<p><strong>3. Würdest du wieder ein TV-Event live bloggen? Wenn ja, welches hättest du denn gerne mal?</strong></p>
<blockquote><p>Neben dem ganzen Trash, über den man wunderbar bloggen kann, wäre ein Polit-Talk wie der von Anne Will oder &#8220;Hart aber fair&#8221; super. <strong>Nachrichtensendungen zu kommentieren stelle ich mir auch lustig vor.</strong> Oder Serien aller Genres.</p></blockquote>
<p><strong>4. Werdet Ihr das nächste Mal einfach einen Chat öffnen oder Euch in einer Kneipe gemeinsam zum Glotzen treffen oder hat sich die Notwendigkeit des Livebloggens gezeigt?</strong></p>
<blockquote><p>Eine Chatfunktion haben wir bei zoomer.de gar nicht. Die User sollen kommentieren. Das tun sie sogar meistens auf sehr hohem Niveau und das können wir wiederum honorieren, indem wir ihre Beiträge in unsere Texte integrieren. Das würde mit einem Chat leider nicht funktioneren. Außerdem würde uns Content abhanden gehen, der möglichweise für die User interessant ist, die die Sendung nicht sehen konnten. <strong>Fakt ist aber, dass wir mit dem Liveblog das Thema &#8220;TV-Kritik&#8221; einfach anders aufbereitet haben als der Medien-Mainstream.</strong></p>
<p>Livebloggen würde ich jetzt nicht als Notwendigkeit für zoomer.de erachten. Da, wo es sich anbietet und der Redakteur Spaß an der Sache hat, werden wir es aber gern wieder zum Bestandteil machen. Die User haben durchweg positiv und mit vielen Kommentaren auf das Bloggen reagiert.</p>
<p>Treffen mit den Usern und zusammen fernsehen ist natürlich eine witzige Idee. Dann direkt per Video-Livestream auf zoomer.de <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p><strong>Es dankt, wie immer, tausendfach: ich.</strong></p>
<p>Mir ist das Thema auch nach diesen Ansichten weiterhin suspekt. Aber das hat niemanden davon abzuhalten weiterzumachen. Danke.</p>
<p>.: <a href="http://zoomer.de" target="_blank">Zoomer.de</a><br />
.: <a href="http://medienelite.de/" target="_blank">Medienelite.de &#8211; Nadine&#8217;s Blog</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Steffen Wurzel (ARD, Washington): &#8220;Den Amerikanern ist es nicht Schnuppe, wer ins Weiße Haus einzieht!&#8221;</title>
		<link>http://www.kleinefragen.de/2008/02/18/steffen-wurzel-ard-washington-den-amerikanern-ist-es-nicht-schnuppe-wer-ins-weise-haus-einzieht/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 19:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vorwahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Washington]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt definitiv Jobs auf der Welt, die man - ganz sub [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt definitiv Jobs auf der Welt, die man &#8211; ganz subjekt &#8211; zu den coolsten der Welt zählt. </strong>Präsident der USA, Chef von Apple, Head of irgendwas bei Google, Schokoladentester, Testfahrer bei Mercedes. Man findet auf den ersten Blick keine Nachteile.</p>
<p><strong>Für viele Journalisten ist einer dieser Traumjobs sicherlich Korrespondent in Washington zu sein.</strong> Direkt am Puls des mächtigsten Landes der Welt. In die Heimat erzählen, was in Amerika gerade wichtig ist. Denn irgendwie betrifft uns das alle mehr oder weniger.</p>
<p>SWR-Volo (<em>Volontariat = journalistische Ausbildung</em>) Steffen Wurzel war die letzten Wochen in Washington und hat für die <a href="http://www.ard.de/radio/alle-wellen/-/id=135130/14o6sfo/index.html" target="_blank">ARD Wellen</a> unter anderem von den Vorwahlen berichtet.</p>
<p align="center"><strong>deshalb heute heute: kleinefragen an Steffen Wurzel</strong></p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/foto-86.jpg" alt="Steffen Wurzel mit Obama-Wahlplakat" height="212" width="284" /><br />
<em>Steffen Wurzel mit einem Wahlplakat &#8211; repräsentativ für alle Kandidaten.</em></p>
<p align="right">Einige Antworten kann ich leider nicht drucken &#8211; &#8220;Betriebsgeheimnis&#8221; der ARD</p>
<p align="left"><strong>1. Du hast die letzten Wochen als Hörfunkkorrespondent für die ARD in Washington gearbeitet. Was waren denn deine Aufgabenbereiche? Und welche Themengebiete hast du abgegebildet?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Zunächst muss ich erklären, dass die vergangenen Wochen im Rahmen meines SWR-Volontariats in den USA verbracht habe. Bedeutet: Ich war kein &#8216;richtiger&#8217; Korrespondent &#8211; sondern nur auf Zeit in Washington DC. Vom Zeitpunkt meines Aufenthaltes hatte ich großes Glück: Die Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl im November dominieren das mediale Tagesgeschehen und so war es für keine Sekunden langweilig. <strong>Die meisten meiner Hörfunkbeiträge drehten sich dementsprechend auch um die Vorwahlen bzw. <a href="http://www.einslive.de/magazin/service/2008/kandidatencheck.jsp" target="_blank">die Kandidaten</a>. Das reichte von einer Reportage über den Barack Obama-Personenkult unter Jungwählern bis zu einem Porträt über einen 17-jährigen Anhänger des konservativen Republikaner-Kandidaten Mike Huckabee.</strong> Da es aber auch ein Leben abseits von Politik und Wahlen gibt, habe ich mich unter anderem auch mit <strong>Rappern auf Dopingmitteln</strong>, <strong>dem zehnjährigen Jahrestag des Lewinskyskandals und dem beliebtesten Touristenziel Philadelphias beschäftigt</strong>. Das sind übrigens die &#8216;Rocky Steps&#8217; &#8211; die Treppen aus der berühmten Szene im Film &#8216;Rocky&#8217;. Wer hätte das gedacht.</p>
</blockquote>
<p align="left"><strong>2. In den USA sind zur Zeit Vorwahlen. Wie sehr spürt man eine Art von Spannung bei den Menschen? Reden sie in den Café und Bars darüber? Oder ist es den Amerikanern vielleicht Schnuppe wer da ins Weiße Haus einwandert</strong>?</p>
<blockquote>
<p align="left">Eine Einschränkungen vor der Beantwortung der Frage: Meine Beobachtungen beschränken sich so gut wie nur auf die Hauptstadt Washington DC, eine sehr politische Stadt, somit nicht prototypisch für die gesamten Vereinigten Staaten. In der Tat habe ich eine Spannung bei den Menschen gefühlt, eine sehr positive Spannung.</p>
<p align="left"><strong>Die Vorwahlen werden nicht nur als politische Entscheidung hin zu zwei Präsidentschaftskandidaten wahrgenommen, sondern erscheinen fast ein bisschen wie ein großer sportlicher Wettkampf.</strong> Mit allen kleinen und großen Details. Jede Unterstützungsbekundung eines Prominenten für einen der Kandidaten, ein so genanntes &#8216;Endorsement&#8217;, wird medial mit großem Trara verkündet und im entsprechenden Lager gefeiert.</p>
<p align="left">Das war eine ganz neue Erfahrung für mich. Robert De Niro, der unter tosendem Applaus tausender Zuhörer verkündet, dass er Barack Obama anfeuert, oder <strong>Action-Legende Chuck Norris, der unter dem Motto &#8216;Chuck for Huck&#8217; den republikanischen Kandidaten Mike Huckabee unterstützt</strong> &#8211; das hat schon was.</p>
<p align="left">Aber was mich jenseits aller medialer und PR-Kniffe noch mehr beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass  alle Amerikaner, die ich kennen gelernt habe, unglaublich viel über &#8216;ihren&#8217; Kandidaten wissen. Also über die jeweilige Biografie, den politischen Werdegang und natürlich vor allem: Über die Wahlprogramme.<strong> In Deutschland habe ich das jedenfalls noch nie erlebt, dass Menschen &#8211; die nicht gerade politisch aktiv sind &#8211; so detailreich über so gut wie jedes Detail des politischen Programms ihres Lieblingspolitikers (soweit es das bei uns überhaupt gibt) bescheid wissen.</strong> Auch hier muss ich aber noch einmal betonen: Die Menschen, denen ich in DC begegnet sind, waren natürlich zum großen Teil politisch besonders interessiert. Aber eben nicht nur &#8230;</p>
<p align="left">Um noch rasch die zweite und dritte Frage zu beantworten: <strong>Ja, man redet darüber. Überall. Beim Frühstück, bei der Arbeit, beim familiären Abendessen und auch sonst.</strong> Und zwar auffällig differenziert. Und: Nein! Natürlich ist es den Amerikanern nicht Schnuppe, wer ins Weiße Haus einzieht!</p>
</blockquote>
<p align="left"><strong>3. Wie sehen die Leute die demokratischen Kandidaten? Gibt es viel Skepsis, dass zum einen &#8220;die erste Frau&#8221; und zum anderen &#8220;der erste Schwarze&#8221; zur Wahl stehen?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left"><strong>Meiner Beobachtung nach steht die Frage nach Frau oder Afroamerikaner nicht im Vordergrund.</strong> Natürlich wird darauf geachtet: Wie viele Frauen unterstützen Hillary Clinton und wie viele Afroamerikaner wählen Obama. Aber die Tatsache, dass weder Barack Obama noch Hillary Clinton ihre &#8216;Besonderheit&#8217; in ihren Wahlkämpfen außen vor lassen,  zeigt, dass man damit keine Wahl gewinnt. Und vermutlich auch nicht entscheidet.</p>
</blockquote>
<p align="left"><strong>4. Deutsche Bundeskanzlerkandidaten/innen hadern um ein TV Duell und geben Kommentare zu allen möglichen Themen in Tagesschau und heute Journal. Amerikanische Präsidentschafstkandidaten spielen in Gags bei Comedy-Shows mit und wandern durch alle Talk-Shows. Gelingt es den Kandidaten darüber ihre lustige, sympathische Seite zu zeigen oder wird das eher kritisch gesehen &#8211; frei nach dem Motto: Dessen Job wird so ernst, der sollte eigentlich keine Zeit für solche Späße haben?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Tatsächlich sind die Kandidaten bemüht, möglichst nah an den Normalo-US-Bürger heran zu kommen. Und das geht am Besten: übers Fernsehen. <strong>Hillary Clinton setzt sich zum Beispiel in die beliebte Talkshow von Ex-Topmodel Tyra Banks und lässt sich geduldig auf quotenbringende Fragen wie etwa &#8220;Wie war denn das damals während des Lewinsky-Skandals?&#8221; ein.</strong></p>
<p align="left">Mein Favorit aber: Der demokratische Kandidat John Edwards, berühmt für seine stets akkurat geformte Frisur, ist bei Talkshow Legende <strong>David Letterman</strong> zu Gast. Eben dieser <strong>überrascht Edwards mit dem Geständnis: &#8216;John, wissen Sie was? Ich würde Ihnen gerne mal durchs Haar struwweln!&#8217; Gesagt, getan.</strong> Lacher bei Edwards und Letterman, Lacher im Publikum und Lacher bei den Fernsehzuschauern garantiert. <strong>Das macht Laune.</strong> Aber trotzdem schaffen es die Kandidaten natürlich immer wieder, ihre Wahlprogramme in jeder noch so heiteren Fernsehshow unter zu bringen.</p>
</blockquote>
<p align="left">Es dankt wie immer ausführlichst: ich.</p>
<p align="left">Und wir freuen uns auf eine spannende Vorwahl und, im November natürlich, Wahl in den USA.</p>
<p align="left"><strong>Links:</strong></p>
<p align="left">.: <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/us-wahl/index.html" target="_blank">Tagesschau-Special zu den US-Wahlen</a><br />
.: <a href="http://www.einslive.de/magazin/service/2008/kandidatencheck.jsp" target="_blank">Kandidaten-Portraits bei 1Live von Steffen Wurzel</a></p>
<blockquote></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kleinefragen.de/2008/02/18/steffen-wurzel-ard-washington-den-amerikanern-ist-es-nicht-schnuppe-wer-ins-weise-haus-einzieht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fotograf Marco Maas: &#8220;Ich glaube, dass die Künstler in der Regel überhaupt nichts von den Regelungen wissen.&#8221;</title>
		<link>http://www.kleinefragen.de/2008/02/12/fotograf-marco-maas-ich-glaube-dass-die-kunstler-in-der-regel-uberhaupt-nichts-von-den-regelungen-wissen/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 21:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotografieren ist eine wunderbare Sache. Ich kann das n [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fotografieren ist eine wunderbare Sache.</strong> Ich kann das nicht, was mich nicht davon abhält einige Bilder im Großformat zu entwickeln und mir in die Bude zu hängen.</p>
<p><strong>Profi-Fotografen gelingen da schon beeindruckendere Aufnahmen.</strong> Viele davon zu bestaunen bei Flickr. Arbeitsbedingt darf ich ab und an einen Fotografen auf diverse Konzerte im Norden schicken, damit Top-Bilder eingefangen werden.</p>
<p><strong>Einer davon ist Marco Maas, dessen Konzertfotos vor einigen Wochen sogar im NDR ausgestellt wurden. </strong>Und weil (mal wieder) über <strong>die anstrengenden Verträge der Musikindustrie für Konzertfotografen</strong> diskutiert wurde (zuletzt im NDR Magazin &#8220;ZAPP&#8221;, <a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4555230,00.html" target="_blank">hier nachzulesen</a>), bestellte ich ein paar Antworten bei Marco.</p>
<p align="center"><strong>deshalb heute: kleinefragen an Marco Maas</strong></p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/mm1.jpg" alt="Marco Maas © Marco Maas" height="187" width="281" /></p>
<p align="left">Dabei gibt er zu, dass er &#8220;ziemlich nerdig&#8221; ist und ein Berichtsboykott nur in den seltensten Fällen lohnt. Außerdem erfahren wir worauf wir an Bushaltestellen mal achten können.</p>
<p align="left">Zwischen den Antworten findet Ihr sechs Aufnahmen von Marco, die er selber auswählen sollte &#8211; Bilder, die er &#8220;für unterschätzt hält&#8221;. <strong>Bitte klickt drauf &#8211; in groß wirken sie super schön!</strong></p>
<p align="left"><strong>1. Das Medienmagazin ZAPP (NDR) hat vor kurzem über die schweren Arbeitsbedingungen für Fotografen bei Konzerten berichtet </strong><a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4555230,00.html" target="_blank">(Infos noch einmal hier nachzulesen)</a><strong>. Welche Knebelverträge musstest du schon unterzeichnen?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Der Beitrag handelt von den Hamburger Foto-Kollegen, alle dort angesprochenen Konzerte habe ich auch mitgemacht &#8211; <strong>wenn sich die Bedingungen im akzeptablen Rahmen bewegen, habe ich kein Problem mit dem Unterzeichnen</strong>, üblich und akzeptabel ist beispielsweise, dass die Bilder nur für die redaktionelle Berichterstattung und für ein Medium gemacht werden, <strong>grenzwertig waren beispielsweise die Stones, die sich vertraglich zusichern ließen, dass alle Negative (stand da wirklich so) nach drei Monaten vernichtet werden müssen.</strong></p>
<p align="left">Unter rechtlichen Aspekten ist der Vertragsschluss meiner Meinung nach übrigens recht fragwürdig,<strong> in der Regel sieht man den (englischen) Vertrag erst direkt vor dem Konzert</strong> und bekommt kein Exemplar &#8211; <strong>eine vielleicht lesenswerte Ausnahme, über die ich mal gebloggt habe, war Robbie Williams</strong><em> (<a href="http://www.themaastrix.net/?p=522" target="_blank">Infos dazu hier in Marco&#8217;s Blog</a>, <a href="http://www.themaastrix.net/?p=531" target="_blank">und dazu die Einschätzung eines Medienrechtlers</a>; evtl. auch noch interessant: Die <a href="http://www.themaastrix.net/?p=530" target="_blank">&#8220;erkennungsdienstliche&#8221; Erfassung der Fotografen</a>)</em></p>
<p align="left"><strong>Schlimmer noch</strong> als die Vertragsgeschichte <strong>finde ich mitunter die</strong> (auch im Beitrag angesprochenen) <strong>Rahmenbedingungen, unter denen die Bilder teilweise entstehen müssen</strong>. Die massivste Behinderung ist dabei die Entfernung zu den Künstlern: Für Foto-Laien sind hier einmal die Bilder des angesprochenen Take That Konzerts in der Hamburger Colina mit Größenverhältnis zu sehen <em>(<a href="http://www.themaastrix.net/?p=800" target="_blank">Vergleichsbilder in Marco&#8217;s Blog</a>).</em></p>
<p align="left"><strong>Um Emotionen zu vermitteln &#8211; und darum geht es bei der Konzertfotografie &#8211; ist das Arbeiten im Foto- bzw. Sicherheitsgraben notwendig.</strong> Ich kann verstehen, wenn aus Sicherheitsaspekten der Graben nach drei Songs geräumt werden soll, aber das o. g. Fernrohr-Knipsen ist meiner Ansicht nach ausschließlich Gängelei bzw. der Versuch, eine absolute Kontrolle über die Bilder zu erlangen.</p>
<p align="left">Die absurdeste Fotozeit-Begrenzung habe ich übrigens <strong>bei P. Diddy und Snoop Dogg</strong><br />
<em>(<a href="http://www.themaastrix.net/?p=680" target="_blank">der Bericht ist hier nachzulesen</a>)</em> erleben dürfen, dort <strong>durfte bei den ersten drei Stücken fotografiert werden, allerdings jeweils nur für 30 Sekunden</strong>. Um das durchzusetzen, stand hinter jedem Fotografen ein Security-Mensch und klopfte den Fotografen in dem ohnehin schon engen Graben auf die Schulter, wenn die Betreuerin vom Veranstalter mit ihrer Stop-Uhr 30 Sekunden anzeigte (sie kam sich dabei auch recht doof vor, wie sie mir im Anschluss sagte). Da jeder Song in den nächsten überging, waren Anfang und Ende sowieso nicht eindeutig zu bestimmen &#8211; eine Farce.</p>
<p>Eine letzte interessante Randbemerkung zu diesem Themenkomplex: <strong>Bei großen Shows ist übrigens fast immer zu beobachten, dass die Qualität der Beleuchtung nach den ersten drei Songs rapide ansteigt</strong>, auch hier versuchen die Vermarkter, die &#8220;guten&#8221; Lichtsituationen für die eigene PR-Maschinerie aufzubewahren &#8211; beim nächsten Konzertbesuch mal drauf achten.</p></blockquote>
<p align="center"> <a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/326593286/" target="_blank" title="Morrisey von qnibert00 bei Flickr"><img src="http://farm1.static.flickr.com/139/326593286_88ce239979.jpg" alt="Morrisey" height="414" width="277" /></a></p>
<blockquote></blockquote>
<p align="left"><strong>2. Macht da nicht ein simpler Berichtsboykott Sinn?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Das ist leider nicht immer möglich &#8211; wann immer ich im Vorfeld von Knebelverträgen oder entfernten Foto-Positionen höre, sage ich das meinen Ansprechpartnern bei den Kunden, für die ich tätig bin (hauptsächlich NDR 2 und N-JOY) und setze mich für ein Boykott ein. <strong>Das geht leider nicht immer, beim oben genannten Robbie-Williams-Konzert machen zwei Radiosender mehrere Tage Programm rund um das Konzert, und verständlicherweise wollen die nach dem Konzert auch Bilder präsentieren.</strong> Ich versuche dann unter den erschwerten Bedingungen mein Bestes, nutze aber beispielsweise dann meine Seite, um auf die Entstehungs-Umstände und Missstände hinzuweisen &#8211; viel mehr Möglichkeiten sehe ich nicht.</p>
<p><strong>Problematisch ist außerdem, dass zwischen Presse und Künstler etliche Instanzen zwischengeschaltet sind</strong> (typische Kette bei großen Konzerten: Ausführender lokaler Veranstalter, nationale Agentur, Pressefirma des Managements, Management, Künstler) und ich als &#8220;normaler&#8221; Fotograf mit meinem Protest nur bis zum lokalen Veranstalter vordringe. In Ausnahmefällen kenne ich über NDR- oder sonstige Kontakte noch Vertreter der nationalen Agentur. <strong>An das Künstler-Management ist in der kurzen Zeit vor dem Auftritt nicht heranzukommen.</strong></p>
<p><strong>Falls lange vor einem Konzert die schlechten Bedingungen bekannt sind, organisiert sich die Konzertfotografen-Gilde mitunter auch zum Protest</strong>, und manchmal bringt es was, in den seltensten Fällen machen aber alle mit. Positiv-Beispiel wäre hier das letzte Coldplay-Konzert, alle Agenturen und die meisten freien Fotografen haben im Vorfeld ein Boykott angekündigt, daraufhin wurden die nicht akzeptablen Foto-Bedingungen aufgeweicht &#8211; das ist aber leider die Ausnahme <em>(<a href="http://www.themaastrix.net/?p=248" target="_blank">die Geschichte findet sich hier in Marcos Blog</a>).</em></p>
<p>Bei Nicht-Superstar-Konzerten mit unakzeptablen Bedinungen klappt ein Boykott nach Absprache mit den Kunden mitunter doch -<strong> Tori Amos wäre so ein Beispiel, die wollte sich ausschließlich während des Soundchecks ablichten lassen</strong>, diese Pressefreiheitsbeschränkung konnte ich glücklicherweise verzichten <a href="http://www.themaastrix.net/?p=253" target="_blank"><em>(Geschichte zum Nachlesen hier)</em></a>.</p>
<p><strong>Ein anderer Fall war Amy Winehouse, die hat nur einen einzigen Fotografen zugelassen</strong>, der seine Bilder dann allen Medien zur Verfügung gestellt hat, nachdem das Management einzelne Motive freigegeben hat. N-JOY hat in dem Fall dann auf die komplette Nachberichterstattung verzichtet.</p>
<p>Meine Praxis in solchen Fällen ist, dass ich einen Boykott mit dem Kunden abstimme, dann an den Veranstalter in Kopie an Medienpartner schreibe und den Boykott entsprechend begründe. Mit der stillen Hoffnung, dass der das dann weiterleitet&#8230; die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.</p></blockquote>
<p title="waltraut.jpg von qnibert00 bei Flickr" align="center&gt;&lt;a mce_thref=">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/318577569/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/125/318577569_14c9a277ab.jpg" alt="waltraut.jpg" height="223" width="297" /></a></p>
<p align="left"><strong>3. Nach deiner Meinung: Warum machen das die Künstler? Haben sie so schlechte Erfahrungen mit Fotos bei Konzerten gemacht?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Die Frage habe ich oben schon zum Teil beantwortet.<strong> Ich glaube, dass die Künstler in der Regel überhaupt nichts von den Regelungen wissen.</strong> Wann immer ich in der Vergangenheit direkt mit den Stars zu tun hatte, haben die sich meist als deutlich umgänglicher erwiesen, als im Vorwege angekündigt.<strong> Ich denke eher, dass hier die Marketing-Abteilung beabsichtigt, ihr &#8220;Produkt&#8221; in den großen Medien einheitlich und kontrollierbar zu präsentieren</strong>, gleichzeitig die besseren Bilder für die Eigenverwertung in Form von Kalendern etc. behalten möchte.</p>
<p align="left"><strong>Als Superstar sind schließlich auch mittelprächtige Aufnahmen gut genug, um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen.</strong> Das häufig gebrachte Argument, dass Künstler nicht verschwitzt abgelichtet werden wollen, halte ich für fadenscheinig. Erstens wirken solche Bilder emotionaler und authentischer, und bei einer guten Performance ist beispielsweise ein einem guten Rockkonzert das Shirt bereits nach dem zweiten Song durchgeschwitzt.</p>
</blockquote>
<p align="center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/279752494/" target="_blank" title="Richard Ashcroft von qnibert00 bei Flickr"><img src="http://farm1.static.flickr.com/85/279752494_a94c638120.jpg" alt="Richard Ashcroft" height="197" width="294" /></a></p>
<p align="left"><strong>4. Was mich interessiert: Jeder Berufstätige sieht das Produkt der anderen ja unter ganz eigenwilligen Kritikpunkten. Beispiel: Ich saß mit einem Grafiker vor dem Fernseher als die Tagesschau mit dem neuen Design online ging. Er fing sofort an, wie blöd das doch aussieht mit dem eingerückten Text, den drei unterschiedlichen Schriftarten etc. Dinge, die der normale Betrachter gar nicht sieht, die ihm gar nicht auffallen. Kannst du Fotos noch als Foto wahrnehmen oder sezierst du die Bilder auch nach Belichtung, Farbenspiel und Komposition?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left"><strong>Das ist bei mir leider wirklich so, geht sogar noch eine Stufe weiter</strong>: Wenn ich auf einem Konzert nur als Zuschauer bin, beurteile ich die Performance auch zu einem Großteil nach der Lichtshow (sind alle Künstler gut ausgeleuchtet, gibt es zu starke Nasen- oder Kinnschatten, wo sind Lichtlöcher, stimmt der Lichtrythmus mit der Musik, passen die Farben), Fehler dabei ärgern mich kollosal&#8230;</p>
<p align="left">Zweite Sache, die ich grundsätzlich mache: <strong>Ich sehe mir an Bushaltestellen, in der Bahn oder am Kiosk immer sehr gern die großen Werbemotive an</strong>, speziell die Augen der abgelichteten Damen, denn <strong>bei denen kann man meist eine Spiegelung der Blitzanlage sehen</strong>, mitunter den Fotografen (das ist mir erstmalig vor elf Jahren bei <a href="http://www.amazon.de/Torn-Intl-4-Track-Natalie-Imbruglia/dp/B000009GNH/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1202825297&amp;sr=8-1" target="_blank">dieser Single</a> aufgefallen, und seitdem analysiere ich den Lichtaufbau auch speziell bei Promo-Fotos von Bands. <strong>Schon recht nerdig, oder?</strong></p>
<p align="left">Außerdem &#8211; aber das macht glaube ich jeder ambitionierte Hobby-Fotograf &#8211; schule ich mein Auge, indem ich bei Bildern Blende und Belichtungszeit abschätze, das ggf. nachstelle und meine Ergebnisse überprüfe, auch bei der täglichen nicht-fotobezogenen Arbeit überlege, welchen Effekt ich mit welcher Blenden-/Zeit-Kombination ich erreichen kann.</p>
</blockquote>
<p title="Herbertstraße St. Pauli von qnibert00 bei Flickr" align="center&gt;&lt;a mce_thref=">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/291044431/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/103/291044431_2841ca2833.jpg" alt="Herbertstraße St. Pauli" height="207" width="307" /></a></p>
<p align="left"><strong>5. Nach stundenlangem Schuften, schauen sich viele deine Bilder im Netz an, klicken sich innerhalb weniger Sekunden durch eine großen Menge Arbeit. Was wird denn deiner Meinung nach am meisten am Job eines Fotografen unterschätzt?</strong></p>
<blockquote><p>Allgemein und platt formuliert ist es natürlich die Knipserei &#8211; <strong>jeder hat heutzutage eine Kamera mit Automatik-Funktion, die für die meisten Lichtsituationen akzeptable Ergebnisse erzielt.</strong> Mit dem entsprechenden technischen und theoretischem Hintergrundwissen kann ein Fotograf aus akzeptablen Aufnahmen herausragende machen &#8211; und das &#8220;manuelle&#8221; Fotografieren ist denke ich mal gemeinhin unterschätzt.</p>
<p>Für die Konzertfotografie im Speziellen ist sicherlich eine unterschätzte Fähigkeit die Flexibilität, auf das Vorhandene zu reagieren und<strong> innerhalb von wenigen Minuten innerhalb weniger Bilder die Emotionalität von 2 Stunden in vielleicht 20 Bildern zu fangen</strong>, die am Anfang des Konzerts entstehen und mit dem Rest in der Regel nichts mehr zu tun haben.<strong> Der Konzertfotograf muss wissen, mit welcher Erwartungshaltung die Zuschauer oder Konsumenten später die Bilder sehen wollen </strong>- intim, heroisch, unschuldig, abschreckend &#8211; und seine Bildgestaltung entsprechend einsetzen.</p>
<p>Weitere unterschätzte oder nicht bedachte Fähigkeiten bei anderen Sparten der Fotografie:</p>
<p>Für Reportagen: Unauffällig sein, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, Situationen vor dem Geschehen erspüren</p>
<p>Für Promo- und Modeshootings: Regisseur zu sein, Sympathie auf Knopfdruck erzeugen können</p></blockquote>
<p title="sammia_.jpg von qnibert00 bei Flickr" align="center&gt;&lt;a mce_thref=">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/465932040/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/187/465932040_13dbdc3209.jpg" alt="sammia_.jpg" height="195" width="327" /></a></p>
<p><strong>Es dankt, für die sehr ausführlichen Antworten, für die sehr ausführlichen Bilder und die vielen schönen Fotos überhaupt: ich.</strong></p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<p>.: <a href="http://themaastrix.net" target="_blank">Marco Maas&#8217; Blog &#8220;The Maastrix&#8221;</a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/87139802/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/43/87139802_fbe4587d31.jpg" height="203" width="302" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kleinefragen.de/2008/02/12/fotograf-marco-maas-ich-glaube-dass-die-kunstler-in-der-regel-uberhaupt-nichts-von-den-regelungen-wissen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Michael Reufsteck: &#8220;Die Kurzatmigkeit der Senderchefs ist der Teil des Problems, der sich am längsten hält&#8221;</title>
		<link>http://www.kleinefragen.de/2008/02/08/michael-reufsteck-die-kurzatmigkeit-der-senderchefs-ist-der-teil-des-problems-der-sich-am-langsten-halt/</link>
		<comments>http://www.kleinefragen.de/2008/02/08/michael-reufsteck-die-kurzatmigkeit-der-senderchefs-ist-der-teil-des-problems-der-sich-am-langsten-halt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 12:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehlexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Niggemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Reufsteck]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Reufsteck hat zusammen mit Stefan Niggemeier da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Michael Reufsteck hat zusammen mit Stefan Niggemeier das Fernsehlexikon erfunden. </strong>Auf der dazugehörigen Internetseite weist er auf sehenswertes im Fernsehen hin.</p>
<p><strong>Und weil zur Zeit viele darüber reden, wie tief doch das deutsche Fernsehen in der Krise steckt, fragte ich ihn einfach mal warum das eigentlich so ist.</strong></p>
<p align="center">deshalb heute: kleinefragen an Michael Reufsteck.</p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/reufsteck.jpg" alt="reufsteck.jpg" width="277" height="416" /></p>
<p>Außerdem erzählt Michael warum er lieber im Radio bei SWR3 moderiert als im Fernsehen vor der Kamera zu stehen und <strong>warum Pay-TV in Deutschland keine Erfolge feiert.</strong></p>
<p align="right"><em>Und: Er lässt mich mit Recht auflaufen, weil ich eine Frage wirklich blöd formuliert habe! Danke, Michael <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </em></p>
<p><strong>1. Was ist das Problem der deutschen Serie? Sind es wirklich nur die bösen Senderchefs, die nicht den langen Atmen haben oder stimmt die Qualität einfach nicht?</strong></p>
<blockquote><p>Die Kurzatmigkeit der Senderchefs ist der Teil des Problems, der sich am hartnäckigsten hält. Die Produktions- und inhaltliche Qualität, die sich nie mit den amerikanischen Standards messen konnte, ist zwar längst noch nicht auf US-Niveau angekommen, hat sich aber deutlich verbessert. Bis sich das allerdings herumspricht, könnte es einige Zeit dauern, und diese Zeit geben die Privatsender den meisten Serien nicht mehr, sondern setzen sie nach wenigen erfolglosen Episoden ab. Das ist deshalb so interessant, weil es viele Beispiele von Sendungen gibt, die auch in Deutschland mit mäßigem Erfolg starteten, sich aber nach und nach zum Erfolg entwickelten: „Ally McBeal“, „CSI“, „King Of Queens“, „Grey’s<br />
Anatomy“, „Das perfekte Dinner“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Alles<br />
was zählt“&#8230;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Andererseits möchten die Zuschauer vielleicht gar keine Angleichung an US-Standards.</strong> Es kann sein, dass Menschen, die gern US-Serien mögen, eben gleich US-Serien schauen, und keine deutschen; dass gleichzeitig die Fans der urdeutschen Serie vernachlässigt wurden, indem man ihnen amerikanisch anmutende Kost vorsetzte, und sie sich deshalb ebenfalls von der deutschen Serie verabschiedet haben. Der enorme Erfolg des vom ZDF wiederbelebten <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,7150356,00.html" target="_blank">„Bergdoktors“</a>, der in Österreich spielt, aber deutscher kaum sein könnte, deutet darauf hin.</p></blockquote>
<p><strong>2. Welche lohnenswerten Produktionen aus Deutschland gibt es denn zur<br />
Zeit in Serie?</strong></p>
<blockquote><p>Da muss man eine Weile überlegen, was noch übrig ist. <strong>„Die Anwälte“ und „Herzog“, beides tolle Anwaltsserien</strong>, hat RTL nach einer bzw. drei Folgen abgesetzt, „Allein unter Bauern“ in Sat.1 wird auch nicht fortgesetzt.</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>&#8220;<a href="http://www.sat1.de/comedy_show/pastewka/" target="_blank">Pastewka“</a> ist großartig und zum Glück noch nicht abgesetzt</strong>, hat aber im Moment Pause. „Post Mortem“ mit Hannes Jaenicke ist überdurchschnittlich, und <strong>die positivste Überraschung der vergangenen Wochen ist die ARD-Serie „<a href="http://www.daserste.de/mordmitaussicht/" target="_blank">Mord mit Aussicht</a>“</strong>, eine wirklich kurzweilige Krimi-Comedy-Kombination mit besonderem Dorfflair, ohne spießig zu sein.</p></blockquote>
<p><strong>3. Unterdrücken die mächtigen öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland einen Ausbau des Pay-TVs, wie einige Privatler den Anstalten vorwerfen? Oder gibt es tatsächlich keinen Markt für Pay-TV in Deutschland?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Der Vorwurf ist Quatsch. </strong>Es gibt deshalb keinen Markt für Pay-TV, weil dem Pay-TV attraktive Programme fehlen. <strong>Was hat das Pay-TV denn noch, wenn man den Fußball mal ausblendet</strong>, der dort nicht einmal wie in anderen Ländern exklusiv läuft? In erster Linie doch Wiederholungen uralter Serien, von denen man viele zwar gern noch einmal sehen, aber doch dafür nicht ernsthaft Geld ausgeben würde.<br />
TV-Premieren von Filmen sind auch eine schöne Sache, aber so viele tolle Filme gibt es dann auch nicht, dass man sich die wenigen, die einen interessieren, nicht umgerechnet billiger auf DVD leihen könnte.</p>
<p>Und eigene Qualitätsserien wie „Die Sopranos“, „Six Feet Under“ oder „Sex And The City“, die in Amerika allesamt werbefreie und vor allem mutige Produkte des Pay-TV-Senders <a href="http://www.hbo.com/" target="_blank">HBO</a> waren, sind ebenfalls schwer vorstellbar.</p></blockquote>
<p><strong>4. Zu deiner Webseite: Worin unterscheidet sich eigentlich das Fernsehlexikon von Wikipedia?</strong></p>
<blockquote><p>Bei Wikipedia kann man wissenswerte Informationen über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milch" target="_blank">Milch</a> auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ripuarisch" target="_blank">Ripoarisch</a> nachlesen, sich über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_%C5%A0umburk" target="_blank">Burg Šumburk im Egergraben</a> informieren und erfährt den Geburtstag des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theuderich_IV." target="_blank">merowingischen Schattenkönigs der Franken, Theuderich IV</a>. Beim Fernsehlexikon nicht. Dafür geben wir unseren Senf zum aktuellen Fernsehprogramm und haben viele Texte aus dem gleichnamigen Buch online, das Stefan Niggemeier und ich zusammen geschrieben haben.</p></blockquote>
<p><strong>5. Zu dir: Du moderierst bei SWR3 im Radio, schreibst im Internet aber vor allem übers Fernsehen. Hat es fürs TV nicht gereicht oder haben wir dich bisher nur noch nicht in den Nachtschienen der dritten Programme gefunden?</strong></p>
<blockquote><p>Oh, ich bin ja ganz froh, wenn mich in den Nachtschienen der dritten Programme niemand findet. <strong>Deshalb trete ich dort ja unter falschem Namen und in Verkleidung auf.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Ich möchte schlicht lieber Radio als Fernsehen machen.</strong> Das war schon immer mein Traum, und ich werfe ja meinen Traum nicht weg, nur weil alle Fernsehen für etwas Besseres halten und automatisch der Annahme sind, Radiomoderatoren seien nur deshalb beim Radio, weil sie sich davon eine Karriere beim Fernsehen versprechen. <strong>Im Radio kann man spontaner und vielseitiger agieren,</strong> während beim Fernsehen große Teile des Arbeitstages mit langweiligem Warten darauf vergeudet wird, dass es endlich weitergeht. Bisher habe ich mich noch um keine Tätigkeit beim Fernsehen beworben und werde das auch nicht tun. Das heißt nicht, dass ich es für immer ausschließe. Es ist aber auch nicht so, dass der Berg der Angebote unüberschaubar wäre.</p>
<p>Und warum ich beim Radio arbeite, aber übers Fernsehen schreibe, ist schnell erklärt: <strong>Es ist immer leichter, über etwas zu schreiben, an dem man nicht selbst beteiligt ist.</strong> Als Radiomacher über Radio zu schreiben böte eine enorme Angriffsfläche, denn auch ich würde mich vermutlich nicht immer an meine eigenen Predigten halten. So schreibe ich lieber als Unbeteiligter über das Fernsehen, denn ich bin nicht der Meinung, dass man, wenn man etwas kritisiert, es erst einmal besser machen müsse. Eine nur in den Medien gängige Forderung. Kein Statiker, dessen Haus einstürzt, käme auf die Idee, eine Klage eines Kunden abzuwehren mit:<br />
„Na und? Sie können es ja auch nicht besser!“</p></blockquote>
<p><strong>6. Was sollten wir dieses Jahr im Fernsehen auf keinen Fall verpassen?</strong></p>
<blockquote><p><a href="http://www.prosieben.de/show_comedy/switch/" target="_blank"><strong>„Switch Reloaded“</strong></a>. Da sind alle anderen Fernsehsendungen nämlich gleich mit drin.</p></blockquote>
<p>Es dankt tausendfach: ich.</p>
<p><strong>Die Links:</strong></p>
<p>.: <a href="http://www.fernsehlexikon.de/" target="_blank">Das Fernsehlexikon im Internet.</a><br />
.: <a href="http://www.amazon.de/Fernsehlexikon-Alles-Sendungen-McBeal-Hitparade/dp/3442301246/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&amp;s=gateway&amp;qid=1202472528&amp;sr=8-1" target="_blank">Das Fernsehlexikon als Buch.</a><br />
.: <a href="http://stefan-niggemeier.de" target="_blank">Stefan Niggemeier im Netz.</a></p>
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		<title>Arbeiten bei CNN: &#8220;You Have To Be Aggressive&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 18:37:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[CNN]]></category>
		<category><![CDATA[Hospitanz]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[Newsroom]]></category>
		<category><![CDATA[Producer]]></category>
		<category><![CDATA[Stringer]]></category>

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		<description><![CDATA[Philipp Abresch arbeitet beim NDR Fernsehen. Während s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Philipp Abresch arbeitet beim NDR Fernsehen.</strong> Während seiner Hospitanz in den CNN Headquarters in Atlanta hat er gelernt, was es heißt für DEN Nachrichtensender überhaupt zu arbeiten. Wie dort recherchiert wird und dass man immer ins Fernsehen kommt, wenn man auf Toilette muss. Denn der Weg dorthin führt direkt am Moderations-Desk vorbei.</p>
<p>Sowas finde ich super spannend. Deshalb heute: kleinefragen an Philipp Abresch.</p>
<p><strong>Welche Aufgaben hattest du während deiner CNN Hospitanz? </strong></p>
<blockquote><p><strong>Ich habe als Austausch-Journalist beim International Desk im CNN Newsroom gearbeitet.</strong> Wann immer etwas in der Welt passiert und die jeweiligen CNN-Sendungen<span id="more-42"></span> darüber berichten wollen, dann melden sie sich beim Desk. Meine Aufgabe – wie die der Kollegen &#8211; war’s dann mit den Reportern am Ort zu telefonieren, Fragen abzusprechen, bei der Recherche zu helfen, Sendezeiten und Verfügbarkeit zu klären und schließlich auch die technische Abwicklung zu gewährleisten. Wenn ein Reporter, ganz gleich ob in Usbekistan oder in Mexiko, auf den Sender geht, dann muss eine Leitung zum Satelliten bestellt werden, das Bild hübsch eingerichtet werden, und schließlich muss der Ton stimmen. <strong>Ich habe dann für solche Fälle zwei Telefonhörer am Ohr, um mit allen, die an der Live-Schalte beteiligt sind, kommunizieren zu können:</strong> Dem Field-Producer, der gleich neben dem Reporter steht, der Kollege im Schaltraum in Atlanta und schließlich der Moderator im Fernsehstudio. Tausend Leute machen mit und alle wollen unterhalten werden&#8230;</p></blockquote>
<p align="center"><a title="CNN Newsroom - zur Vergrößerung auf das Bild klicken" href="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/01/cnn_newsroom_bigger.jpg" target="_blank"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/01/cnn_newsroom_small.jpg" alt="CNN Newsroom - klein" width="313" height="235" /></a></p>
<p><strong>Hier in Deutschland wird vor allem das Abtippen von Nachrichtenagenturen betrieben. Das ist bei CNN komplett anders. Wie funktioniert die Nachrichtenrecherche dort und welche Aufgabe haben damit die Stringer? </strong></p>
<blockquote><p><strong>„You have to be aggressive“</strong> ist so ein Satz, der mir schon am zweiten Tag eingebläut wurde und sich auf die Recherche bezog. <strong>CNN verlässt sich wenig auf Nachrichtenagenturen </strong>(die sind allenfalls ein Weckruf) sondern versucht selbst mit bewundernswerter Konsequenz und Hartnäckigkeit die Primär-Quellen zu erschließen. Die Reporter in den jeweiligen Ländern spielen dabei eine große Rolle und das Heer der Stringer. Gleichzeitig läuft viel über den Newsroom in Atlanta. Bei eingehenden Nachrichtenmeldungen werden nicht nur die Reporter aktiviert sondern selbst gleich zum Telefon gegriffen. <strong>Es gab Tage, da habe ich täglich mit dem sudanesischen Regierungssprecher gesprochen</strong>, mit einem Minenbesitzer, der den weltgrößten Diamanten gefunden haben will. Man plauscht mit dem Vorsitzenden des nigerianischen Dampfschiffahrts-Kapitänsverband, dem Umweltministerium von Kuba oder dem BKA in Wiesbaden.</p></blockquote>
<p><strong>Woher nimmt CNN eigentlich die ganze Kohle für das riesige Korrespondenten-Netz? </strong></p>
<blockquote><p>CNN finanziert sich über viele Wege. Werbung ist der eine. Der Rechtehandel ein anderer. <strong>Viele Sender auf der Welt sind Teil des Affiliats-System von CNN, um an aktuelles Bildmaterial zu kommen.</strong> Wer solche Bilder quasi im Abonnement hat, zahlt auch dafür. Schließlich dürfte CNN davon profitieren, dass CNN Teil eines der größten Medienimperien weltweit ist: AOL Time Warner.</p></blockquote>
<p><strong>CNN hat schon seinen Videotext abgeschafft und verweist auf sein Onlineangebot &#8211; wie spürt man in der Redaktion den Stellenwert des Internets? </strong></p>
<blockquote><p>Das Internet als weiterer Ausspielweg von CNN-Inhalten hat eine enorme Bedeutung gewonnen. Mit CNN Pipeline betreibt CNN neben den vielen anderen Sendern, ein eigenes Internet-Programm. <strong>Die CNN-Präsenz im Netz wird auch in Zukunft massiv ausgebaut werden.</strong> Ein Beispiel dafür ist der I-Report. Hier dürfen Zuschauer übers Web ihre eigenen Inhalte hinterlegen, die von einer eigenen Redaktion systematisch aufbereitet werden. Mehrere tausend Einträge gibt es hier pro Monat aus allen Ländern der Erde, die ebenso systematisch Eingang ins Programm finden: Das selbstgedrehte Video aus dem Irak-Krieg, vom Erdbeben in Japan oder vom Wolkenbruch um die Ecke.</p></blockquote>
<p>Für die Antworten dankt sehr: ich.</p>
<p>.: <a href="http://www.cnn.com" target="_blank">Homepage von CNN</a><br />
.: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CNN" target="_blank">Infos bei Wikipedia zu CNN</a><br />
.: <a href="http://www.ndr.de" target="_blank">der NDR im Netz</a></p>
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